Description
Dieser bisher unveroffentlichte Briefwechsel zwischen Ernst Junger und Martin Heidegger geht hervor aus Gesprachen der Nachkriegszeit uber ein grossangelegtes Zeitschriften-Projekt, an dem neben Junger und Heidegger, Gerhard Nebel, Friedrich Georg Junger und Werner Heisenberg beteiligt sein sollten. Ein Vorhaben, das nicht verwirklicht wurde, und das doch einen schriftlichen Austausch zwischen den beiden Autoren initiierte, der bis zum Tod Heideggers dauerte. Neben der Organisation des schriftstellerischen Lebens, den Publikationen und offentlichen Reaktionen auf sie, den Einladungen und polemischen Einwurfen gegen den Zeitgeist sind es vor allem Betrachtungen zur Sprache, denen dieser Austausch gilt. Die Verflachung unseres Sprachgebrauchs durch Spezialisierung, der Wert der (rapide verschwindenden) Dialekte, die Rolle der Sprache als Erkenntnismittel, die Sprachphilosophie Rivarols – das sind einige der wichtigen Stichworte dieser Dokumente.