Description
Die Kulturgeschichte des römischen Gastmahls beschreibt sämtliche gesellschaftliche und kulinarische Normen, die bei der Ausrichtung beachtet werden mussten. Von der Liste der Teilnehmer, ihrem Status innerhalb der Gesellschaft, über die räumliche (Speisezimmer) und die zeitliche (Beginn und Ende) Dimension bis hin zu den Speisenfolgen gab es in der römischen Antike genau festgelegte Vorstellungen, die es nicht zu verletzen galt. Stein-Hölkeskamp versteht es, leicht lesbar und dennoch umfassend all diese Aspekte anhand schriftlicher Quellen und zahlreicher Abbildungen (Schwarz-Weiß-Fotos) zu vermitteln. Dabei wird das Essgeschirr ebenso beschrieben wie die literarisch-philosophische Seite des Gastmahls. Somit bietet das Buch auch Einblicke in Zeugnisse eines Cicero, Seneca oder Ovid, die entweder selbst den kulinarischen Gelüsten nicht abgeneigt waren oder deren Schriften auf Sitten und Gebräuche von Banketten hindeuten. "Essen und Trinken im alten Rom" von J. André (ID 24/98) gilt als Standardwerk zur Ernährungswissenschaft der Römer. Umfangreicher Anhang mit Karten, Literatur, Register und Glossar.(2) (Michael Günther)